Die Fakten sind bald aufgezählt: Barbershop-Gesang ist vierstimmig a cappella, mit der Melodie in der zweithöchsten Stimme, dem Lead. Das Fundament bildet der Bass, der Tenor schwebt über dem Lead, der Baritone umspielt den Lead. Diese Stimmen heißen genau so bei den Barbershopperinnen.

 

Bei den Arrangements dürfen nur elf genau definierte Akkorde verwendet werden. Es wird in der reinen Stimmung gesungen, die von der Stimmung z.B. eines Klaviers in (allerdings entscheidenden) Kleinigkeiten abweicht. Ihre Verwendung im Barbershop-Gesang sorgt dafür, dass die in jeder Singstimme (und übrigens auch in jedem Musikinstrument) vorhandenen Obertöne verstärkt werden. Auf einmal hört man also in vielen Akkorden mehr als vier Stimmen, und das ist das Faszinierende am Barbershop-Gesang.

 

Was sich hier liest wie eine musiktheoretische Abhandlung, ist für uns Barbershopper Gänsehaut pur aus der Vereinigung von „Physik und Musik“ – das war ein Thema meiner Lehramts-Staatsprüfung, lange bevor ich Barbershop für mich entdeckte. Wer mehr erfahren möchte: Hier findet ihr mein Referat über die Entstehung von Obertönen und meine beiden Artikel in der Barbershop News über die Akkorde im Barbershop. Bei youtube gibt es einige Oberton-Gesangsbeispiele, z.B. hier.

 

An dieser Stelle möchte ich nun nicht nochmals die weit verbreiteten Informationen wiederholen, die es sonst noch über Barbershop gibt, daher hier für euch einige Möglichkeiten, weiter zu forschen:

 

BinG! Barbershop in Germany

 

Barbershop Harmony Society in den USA

 

Sweet Adelines International